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Schweizerische Nagelfabrik AG

NEUHEIT! Magazinierte Doppelkopfstifte für Nagelpistolen


17.03.2016
Es ist eine Binsenwahrheit, dass die Schraube den Nagel weitgehend verdrängt hat. Waren vor 50 Jahren in der Schweiz noch sieben Nagelfabriken, die sich den Markt streitig machten – zuerst un-tereinander, dann immer mehr gegen billige Importe, so genügt heute eine einzige Nagelfabrik, um den verbleibenden Bedarf zu decken. Im Laufe dieser 50 Jahre hat sich ein bedeutender technischer Wandel vollzogen. Nicht nur in Bezug auf die Befestigungselemente. Auch zahlreiche Bauteile, namentlich im Bereich der Elektroinstalla-tionen, die früher nach der Fertigstellung des Rohbaus im sog. „Aufputz“ montiert wurden, werden heute auf der Schalung befestigt und dann einbetoniert. Und hier kommen in der Regel wiederum Nägel zur Anwendung. Allerdings nicht sog. „Baustifte“ in Standardabmessungen, die zu möglichst tiefen Preisen eingekauft werden, sondern massgeschneiderte Nägel. Oft sind sie aus Aluminium, damit nach dem Entfernen der Schalung allfällige Nagelreste, die im Beton drin stecken, nicht ros-ten können. Es gibt eine grosse Vielfalt von Anwendungen, für die meistens eine individuelle Lö-sung gefunden werden muss. Ein besonders schönes Beispiel sind Vorhangschienen, die im sog. „Unterputz“ befestigt, bzw. ein-betoniert werden. Damit das einwandfrei funktioniert, wird das Vorhangprofil auf eine Kunststoff-leiste gedrückt, die wiederum an der Schalung befestigt werden muss, und zwar im Abstand von etwa 12-13 cm. Bei den engen Platzverhältnissen zwischen den Kunststofflippen eine eher zeitrau-bende Arbeit. Aus diesem Grund gelangte ein Anbieter solcher Vorhangprofile mit dem Anliegen an uns, einen Nagel zu „erfinden“, mit dem man mit einigen wenigen Hammerschlägen das Kunst-stoffprofil auf der Schalung anbringen könnte. Ein gewöhnlicher Nagel, wie er überall erhältlich ist, vermag dieses Befestigungsproblem nicht zu lösen. Es braucht dazu einen Spezialnagel, der zudem der Kunststoffleiste hinsichtlich Abmessun-gen exakt angepasst ist. Dieser wird dann soweit eingeschlagen, bis eine Verdickung auf dem Schaft des Nagels – eine Art zweiter Kopf – die vorgebohrte Öffnung wasserdicht verschliesst. Kurzum, es braucht einen sog. „Doppelkopf-Nagel“, wie er bereits für Exportverpackungen, aller-dings in wesentlich grösseren Dimensionen, verwendet wird. Wäre es überhaupt möglich, auf der gleichen Maschine einen derart viel kleineren Nagel herzustellen? Wir haben die Herausforderung gerne angenommen und entsprechende Werkzeuge anfertigen lassen. Zu unserer grossen Freude hat es auf Anhieb funktioniert und der Kunde hat eine Handvoll Muster des neu geborenen Doppelkopf-Nagels mit den Abmessungen 1,6 x 24/35 mm bekommen. Nach den ersten Versuche, die erfolgreich verlaufen sind, fragen die Monteure den Einkäufer: „Hast Du noch mehr von diesen Nägeln? Wir sind damit natürlich wesentlich schneller als mit den Schrauben!“ Es versteht sich von selbst, dass der Preis bei einem solchen Nagel nebensächlich ist.
Der kleine Triumph des Nagels.pdf
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